Landesmuseum in Kassel wiedereröffnet

Nach acht Jahren grundlegender Renovierung und vollkommener Neukonzeption hat das Landesmuseum Kassel am Brüder Grimm-Platz auf vier Etagen seine Pforten wieder eröffnet. Präsentiert werden in moderner Form herausragende Objekte zur gesamten hessischen Kulturgeschichte. Auch die Brüder Grimm, die gegenüber in der nördlichen Torwache wohnten, hätten sich über das neue Angebot in Kassel gefreut.

Das Museum ist geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr; der Eintritt beträgt 6 Euro (ermäßigt 4 Euro; Kinder bis 18 Jahren frei). Weitere Informationen unter: http://www.museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landes....

Neugestaltete Räume am Grimm-Platz eröffnet

Die Brüder Grimm-Gesellschaft hat sich am Kasseler Brüder Grimm-Platz – mit direkter Sicht auf die nördliche Torwache, wo Jacob und Wilhelm von 1814 bis 1822 lebten – mit ihren Sammlungen und ihren Angeboten neu eingerichtet und aufgestellt. Hier ist ein Kompetenz- und Servicezentrum entstanden, das international den Anspruch, eine führende Adresse für fachliche Anfragen zum Thema "Brüder Grimm" zu sein, weiter ausgebaut hat. Mit einem deutlich aufgestockten Serviceleistungsangebot, dem Einbezug sozialer Medien, dem Ausbau der eigenen Sammlung, mit wissenschaftlichen und populären Veröffentlichungen, mit Vorträgen und Tagungen, wird die Gesellschaft mit ihrem engagierten Team das Thema „Grimm“ noch stärker als bisher in die Welt tragen. Das fachspezifische Wissen, die Beratungskompetenz und die internationale Sprachfähigkeit hat zu vielen Kooperationen und zu einem weltweiten Netzwerk geführt. Ob in Japan, Korea oder China oder in Nord- und Südamerika und zuletzt z.B. auch in Russland, Kasachstan und Usbekistan, ist die Brüder Grimm-Gesellschaft bei Vorträgen und Ausstellungen immer auch Botschafter für die Stadt Kassel und das Land Hessen. Die Gesellschaft verfügt über umfangreiche eigene Sammlungsbestände und zahlreiche Leihgaben aus Privatbesitz. Stetig erfolgen weltweite Erwerbungen und Dokumentationen neuer illustrierter Ausgaben der „Kinder und Hausmärchen“ sowie der aktuellen Sekundärliteratur zu Leben und Werk der Brüder Grimm. National und regional bilden Ausstellungen und Präsentationen den Schwerpunkt der Aktivitäten. Zuletzt die Ausstellung „200 Jahre Deutsche Sagen 1816-2016“ im Kreishaus Kassel. Aber auch die neue Brüder Grimm-Ausstellung im Schloss zu Steinau a.d.Str., dem "Jugendparadies" der späteren Märchensammler und Sprachforscher, und zahlreiche Wanderausstellungen in vielen deutschen Städten sowie im Ausland sind gut gesucht und in den Medien vielfach dargestellt worden. Das in Jahrzehnten erarbeitete Fachwissen wird in der ganzen Welt geschätzt und nachgefragt. Die Verstärkung dieser Beratung und die Entwicklung neuer Serviceleistungen wird neben der wissenschaftlichen Arbeit zukünftig der Arbeitsschwerpunkt. Die Arbeits-, Archiv- und Ausstellungsräume der Brüder Grimm-Gesellschaft wurden am 9. November 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt; bei Fragen und Wünschen zu unseren Angeboten und Veranstaltungen wende man sich an info@grimms.de!

Neues Grimm-Journal erschienen!

In diesen Tagen ist das mittlerweile achte Heft des beliebten Brüder Grimm-Journals erschienen. Seit 2006 gibt es das populäre Magazin, das über vielfältigste Themen mit Grimm-Bezug berichtet.
Aus dem Inhalt: 200 Jahre “Deutsche Sagen” der Brüder Grimm • Neue Grimm-Ausstellung in Schloß Steinau • Hoffmann v. Fallersleben – Freundschaft in bewegten Zeiten • Auf heißer Spur… Grimm ermittelt! • Grimms Märchen “Nr. 1″: Der Froschkönig • Märchen aus “1001 Nacht”
Bestellungen sind über "Grimms Lädchen" möglich; auch ältere Hefte sind noch erhältlich.

200 Jahre "Deutsche Sagen" · Ausstellung in Kassel

Zum 200. Jubiläum der „Deutschen Sagen“ der Brüder Grimm hat die Brüder Grimm-Gesellschaft eine umfangreiche Wanderausstellung konzipiert, die am 28. Juli 2016 im Kreishaus Kassel eröffnet wurde.

Die Grimmsche Sagensammlung erschien in zwei Bänden 1816 und 1818 in Berlin und umfaßt insgesamt 585 Texte, deren zeitlicher Rahmen von den frühen germanischen Herrschern über das Mittelalter bis zur Reformation gespannt ist.

In „verschlüsselter“ Form behandeln Sagen Geheimnisse der Natur und des menschlichen Lebens, wobei in vielfacher Gestalt Teufel, Riesen, Zwerge, Drachen Feen und andere Wesen agieren. Oft erscheint die ungebildete Natur selbst als Ort sagenhafter Verklärung, während historische Ereignisse schicksalhaft gedeutet und verarbeitet werden.

Gezeigt werden in der Ausstellung zahlreiche Dokumente und Bilder zur Überlieferungs- und Wirkungsgeschichte der Grimmschen Sagensammlung sowie spezielle dreidimensionale Installationen zu den nachfolgend genannten Erzählungen.

Die wohl bekannteste deutsche Sage ist die Geschichte „Die Kinder zu Hameln“. Ein „wunderlicher Mann“ soll demnach im Jahr 1284 die Stadt Hameln von einer Rattenplage befreit haben. Als die Bürger der Stadt ihm jedoch den Lohn dafür verwehrten, rächte er sich, indem er 130 Hamelner Kinder mit seinem Flötenspiel anlockte, sie in den „Poppenberg“ führte und dann verschwand.

Auch „Rübezahl“, der schlesische Berggeist, ist eine der bekanntesten deutschen Sagen und gehört noch heute zu den beherrschenden mythischen Gestalten im Riesengebirge.

Ebenso wird die Gestalt „Frau Holle“ in Deutschland vielerorts verzeichnet. Erstmals um 1000 schriftlich erwähnt und vielfach aufgegriffen und verarbeitet, schöpften die Brüder Grimm schließlich aus unterschiedlichen schriftlichen Quellen das Material für die vier „Holle-Texte“ in ihren „Deutschen Sagen“. Da sie den Sagenstoff gleichzeitig mit dem gleichnamigen Märchen verknüpften, vermischen sich bis heute Märchen- und Sagenelemente.

Sowohl auf die weltweite Sagenforschung als auch auf die volkstümliche Erzählkultur des 19. und 20. Jahrhunderts haben die „Deutschen Sagen“ der Brüder Grimm entscheidenden Einfluß genommen und verdienen es deshalb, heute wieder entdeckt und gelesen zu werden.

Die Brüder Grimm-Gesellschaft hat deshalb für die Jubiläumsjahre 2016-2018 diese Wanderausstellung vorbereitet, die die Grimmsche Sagensammlung einem größeren Publikum wieder nahebringen soll.

Die Ausstellung ist vom 28. Juli bis zum 16. September 2016 im Foyer des Kreishauses (Wilhelmshöher Allee 19-21, 34117 Kassel) erstmals zu sehen und kann dort montags bis freitags zu den Öffnungszeiten des Kreishauses besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen auch unter https://www.deutsche-maerchenstrasse.com/de/veranstaltungen/sagenhaft/

Die Brüder Grimm auf dem Hessentag 2016 in Herborn

Philipp Wilhelm Grimm

Auch in diesem Jahr ist die Brüder Grimm-Gesellschaft wieder mit einer Ausstellung auf dem Hessentag vertreten, der vom 20.5. bis 1.6.2016 in der mittelalterlichen Stadt Herborn stattfindet. Präsentiert wird die Ausstellung in der Sparkasse Herborn ganz am Beginn der Hessentagsstraße (Bahnhofstraße 7-9, 35745 Herborn).

Jacob und Wilhelm Grimm haben mit ihren berühmten "Kinder- und Hausmärchen" Weltruhm erlangt. Übersetzungen lassen sich in mehr als 170 Sprachen nachweisen, und die Gesamtauflage aller Einzel-, Teil- und Gesamtauflagen dürfte inzwischen die Milliardengrenze weit überschritten haben.

Die Brüder Grimm sind in Hanau geboren, haben ihre Kindheit und frühe Jugend in Steinau an der Straße verbracht, studierten an der Hessischen Landesuniversität zu Marburg die Rechte und haben schließlich in Kassel, der ehemaligen Haupt- und Residenzstadt Kurhessens mehr als dreißig Jahre gewirkt, ehe sie nach Göttingen und zuletzt nach Berlin gingen. Sie sind aber nicht nur die Begründer der modernen Märchen- und Sagenforschung, sondern haben auch die moderne Germanische, Romanische und Slawische Sprach- und Literaturwissenschaft maßgeblich geprägt. Außerdem haben sie als politisch handelnde Gelehrte einen bedeutenden Beitrag für die Einheit und Freiheit Deutschlands – Jacob Grimm saß 1848 beispielsweise als Abgeordneter in der Ersten Deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche – geleistet.

Weniger bekannt ist, daß der Vater Philipp Wilhelm Grimm an der Hohen Schule in Herborn studierte. Das ist der Anlaß für die zum Hessentag 2016 präsentierte Ausstellung. Philipp Wilhelm Grimm war das zehnte Kind des protestantischen Pfarrers Friedrich Grimm (1707–1777) an der Steinauer Katharinenkirche und seiner Frau Christiane Elisabeth Heilmann (1715–1754) aus Birstein. Er wurde am 19. September 1751 in Steinau an der Straße geboren.

Nach dem Besuch des Gymnasiums zu Schlüchtern nahm er am 1. Juni 1771 das Studium der Rechte in Hanau auf und setzte dieses darauf an der Hohen Schule zu Herborn und an der hessischen Landesuniversität zu Marburg fort. Am 23. Juli 1778 wurde er zunächst Hofgerichtsadvokat in Hanau, am 19. September Stadt- und Landschreiber (seit 1787 mit dem Titel Stadtsekretär) für die Altstadt Hanau und das Amt Büchertal.

Am 23. Februar 1783 heiratete er in Hanau die Tochter Dorothea (1755–1808) des Kasseler Kanzleirates Hermann Zimmer und hatte mit ihr neun Kinder, von denen sechs das Kindalter überlebten. Ihre beiden ältesten Söhne Jacob (1785–1863) und Wilhelm (1786–1859) wurden als Märchensammler und Sprachforscher in aller Welt bekannt; ihr jüngster Sohn Ludwig Emil (1790–1863) machte sich als Zeichner, Radierer und Maler in der hessischen Kunstgeschichte einen Namen.

Am 13. Januar 1791 wurde Philipp Wilhelm Grimm als Amtmann für die Ämter Steinau und Schlüchtern nach Steinau versetzt, wo die Familie das heute noch wohlerhaltene Amtshaus bezog. Er starb in seinem 45. Lebensjahr am 10. Januar 1796 an den Folgen einer Lungenentzündung und wurde auf dem Kirchhof zu Steinau begraben.

In der Ausstellung der Brüder Grimm-Gesellschaft werden zum einen verschiedene Dokumente zu Philipp Wilhelm Grimm und seiner Zeit an der Hohen Schule zu Herborn gezeigt, zum anderen wird das Leben und Wirken seiner berühmten Söhne Jacob und Wilhelm Grimm in neuer Form vorgestellt. Die Exponate entstammen Bad Homburger, Berliner, Marburger und Kasseler Sammlungen. Die Ausstellung wurde großzügig unterstützt von der Hessischen Staatskanzlei und der Sparkasse Dillenburg-Herborn.

Neukonzeption des H.C. Andersen-Museums in Odense

Andersen_Reise

In Odense/Dänemark werden z. Zt. Überlegungen zur Neukonzeption sowohl der inhaltlichen Präsentation als auch der gesamten Ausstellungsarchitektur des Hans Christian Andersen-Museums im Kontext einer umfassenden Neugestaltung eines ganzen Stadtteiles diskutiert, die in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden sollen. Der Siegerentwurf des Ausstellungshauses stammt von dem renommierten japanischen Architekten Kengo Kuma, die Ausstellungsarchitektur wird von der Londoner Firma Event Communications realisiert.

Es ist gar nicht so leicht, sich an Hans Christian Andersen anzunähern, denn während die „Kinder- und Hausmärchen“ (zuerst: 1812-15) der Brüder Grimm in der Regel auf klar dokumentierte mündliche und schriftliche Quellen zurückgehen, hat der dänische Schriftsteller in seinen „Märchen, für Kinder erzählt“ (so der Titel des 1835 erschienenen ersten Heftes) seine ganz subjektive Weltsicht in diese Kunstmärchen eingeschrieben. Während die Brüder Grimm für ihre „Kinder- und Hausmärchen“ zahlreiche mündliche und schriftliche Quellen nutzten und auf diese Weise erstmals die gesamte europäische und orientalische Überlieferungstradition zusammenfassen, bewerten und aus diesem Material das romantische “Volksmärchen” hervorbringen konnten, schuf Andersen mit seinen Märchen etwas vollkommen Neues. Zunächst noch auf der Basis der bekannten Volksmärchen, wurden seine Märchen immer mehr zu kunstvollen Märchenkompositionen, die historische Elemente mit alltäglichen Dingen, Menschen und Tieren auch aus der Gegenwart zusammenbanden. Anders als die Brüder Grimm hat Andersen seine Märchen selbst erdacht und wird daher – oft abwertend – als “Märchenschriftsteller” bezeichnet. Dennoch bezieht sich der dänische Schriftsteller in Sprache und Stil deutlich auf das Grimmsche Vorbild, und schon im 19. Jahrhundert wurden nicht nur die Märchen von Grimm und Andersen häufig in Sammelbänden und Anthologien gemeinsam präsentiert, sondern bisweilen auch miteinander verknüpft und zu neuen Erzählungen miteinander verwoben. Viele Künstler, die sich mit dem Thema “Märchen” literarisch, illustrativ oder musikalisch auseinandergesetzt haben, gestalteten oft Motive in paralleler Weise aus beiden Sammlungen.

Mit den Brüdern Grimm in Kasachstan

Ausstellungsplakat

Nach dem Zerfall der Sowjetunion erlangte auch die frühere kasachische Teilrepublik (Kasachische Sozialistische Sowjetrepublik: Казахская Социалистическая Советская Республика) ihre Unabhängigkeit.

Heute gehört Kasachstan mit 2,7 Millionen Quadratkilometern zu den zehn größten Staaten der Erde. Auf der Basis großer Erdöl- und Gasvorkommen sowie durch das Vorhandensein bedeutender weiterer Bodenschätze entwickelt sich das Land zwischen Rußland und China ähnlich dynamisch wie die Staaten am Golf. Die neue Hauptstadt Astana (Астана) gleicht in Vielem den arabischen Metropolen Dubai oder Abu Dhabi am Persischen Golf.

Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Deutsche aus dem Wolgagebiet nach Kasachstan deportiert und zur Zwangsarbeit herangezogen; nach dem Krieg wurden auf diesem Gebiet Lager für deutsche Kriegsgefangene eingerichtet. Nach 1990 kehrten die meisten sog. „russischen Deutschen“ (русские немцы; etwa 2 Millionen) nach Deutschland zurück; heute leben noch etwa 180.000 Deutschstämmige in Kasachstan und haben sich dort in der Gesellschaft „Wiedergeburt“ (Возрождение) neu organisiert.

Die Brüder Grimm-Gesellschaft unterhält seit vielen Jahren Beziehungen zu kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Kasachstan. Besondere Bedeutung kommt dabei dem Begründer der neueren kasachischen Sprache und Literatur Abaj (Ibrahim) Qunanbajuly (kasachisch: Абай (Ибраһим) Құнанбайұлы; 1845–1904) zu, der für sein Land eine ähnliche Bedeutung wie Luther, Goethe und die Brüder Grimm besitzt.

Im großen Abaj-Museum in der ostkasachischen Stadt Semej (früher: Semipalatinsk, russ.: Семипалатинск) organisierte die Brüder Grimm-Gesellschaft im Sommer 2015 eine große Ausstellung zu Leben und Werk der Brüder Grimm, die in russischer und kasachischer präsentiert und von vielen Tausenden Besuchern besucht wurde. Zur Finissage der Ausstellung am 9.2.2016 organisierten das Abaj-Museum und die Brüder Grimm-Gesellschaft eine wissenschaftliche Tagung über „Probleme der Museologie am Beispiel literarischer Museen“, an der zahlreiche Professoren und Museumsfachleute sich austauschten. Ferner wurde an der Universität Semej eine mehrstündige Veranstaltung zu den Brüdern Grimm organisiert, an der etwa 100 Studenten teilnahmen.

Von Semej wurde die Ausstellung weiter nach Pavlodar (russ.: Павлодар) transportiert und dort am 11.2.2016 ein weiteres Mal eröffnet; das Leben und Wirken der Kassel Märchensammler und Sprachforscher wird dort nunmehr bis April 2016 zu sehen sein und danach durch weitere Städte Kasachstans wandern. Auch in Pavlodar wurde zu der Ausstellung ein umfangreiches museumspädagogisches Begleitprogramm organisiert. Die Medien in Semej und in Pavlodar, auch die regionalen Fernsehsender, haben zugleich sehr ausführlich über die Brüder Grimm, über Hessen und seine authentischen Grimm-Stätten berichtet.

Für die Kasseler Sammlungen am Brüder Grimm-Platz brachten die Veranstaltungen viele neue Materialien zur Wirkungsgeschichte der Brüder Grimm. Der Geschäftsführer der Brüder Grimm-Gesellschaft und Kurator der Ausstellungen in Kasachstan hat von dort zahlreiche neue illustrierte Ausgaben der Grimmschen Märchen in kasachischer und russischer Sprache sowie weitere Objekte mitgebracht, die unsere Sammlungen erfreulich bereichern.

Die kasachische Fluggesellschaft Astana Air hat schließlich in der Februar-Ausgabe ihres Flight Journals „Tengri“ den Brüdern Grimm einen großen Leitartikel gewidmet und darin insbesondere Kassel mit einer doppelseitigen farbigen Abbildung der Löwenburg, aber auch Hanau, Steinau und Marburg gewürdigt.

Weitere Impressionen mit Bildern aus Semej und Pavlodar findet man auf unserer Facebook-Seite.

Edit: Die Deutsche Allgemeine Zeitung aus Kasachstan hat einen lesenswerten Artikel zur Ausstellungseröffnung in Pawlodar veröffentlicht: "Die Gebrüder Grimm im Pawlodar"

Wilhelm Grimms 230. Geburtstag

Runder Geburtstag im Hause Grimm: Wilhelm Carl Grimm wurde am 24. Februar 1786 in Hanau geboren. Geburtstage waren im Hause Grimm immer „hohe Tage“, und Wilhelm erhielt fast immer einen Topf mit blühenden Primeln, seinen Lieblingsblumen. Natürlich wurden die Geburtstage auch gefeiert, und Wilhelm schrieb im März 1847 an Anna von Arnswaldt: "Diesmal ist und zum ersten Mal an meinem Geburtstag getanzt worden. Es kamen abends viele Leute und da auch junges Volk dabei war, so ließ Gustchen das Fortepiano hereintragen und der es konnte, mußte Tänze aufspielen. Es war ordentlich rührend anzusehen, als Jacob auf einmal Gustchen aufsuchte und einen altmodischen Walzer mit ihm tanzte."

Bibliothekssekretär Wilhelm Grimm

Wilhelm Grimm 1822

Am 4. Februar 1814 (mit Wirkung vom 1. Februar) wurde Wilhelm Grimm zum Bibliothekssekretär der Kasseler Bibliothek ernannt. An seinen Freund Paul Wigand schrieb er: "Also habe ich am Sonntag das Rescript als Secretarius der Bibliothek erhalten, dazu Einhundert Thaler Besoldung, was ich mit Buchstaben schreibe, damit Du nicht glaubst ich habe mich verschrieben."
Es war nicht besonders viel Gehalt, um sich und seine Geschwister durchzubringen. Bereits zwei Monate später bittet Wilhelm daher um eine Gehaltserhöhung - ohne Erfolg. Ein weiteres Gesuch vom November 1814 wird allerdings positiv beschieden, und er bekommt eine Gehaltszulage von 200 Thalern.

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