Grimm-Journal 9 erschienen!

Brüder Grimm-Journal 9 / 2017

Im Mittelpunkt des neuen Brüder Grimm-Journals (Heft 9 · 2017) steht die Märchenillustration des deutschen Jugendstils: Zuerst wird dem wohl bedeutendsten Illustrator der "Kinder- und Hausmärchen", Otto Ubbelohde (1867–1922), dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 150. Mal jährt gedacht, dann wird ein großer Märchenfries von Gertrud Pfeiffer-Korth (1875–1939) vorgestellt, den die Brüder Grimm-Gesellschaft jüngst erwerben konnte. Weitere reich bebilderte Aufsätze sind den Tradition des deutschen Bilderbogens und des Papiertheaters gewidmet; desweiteren wird die Rezeption der Grimmschen Märchensammlung in den Niederlanden, wo 1820 die erste illustrierte Übersetzung erschien, gewürdigt. Im Jahr des 500. Jubiläums der Reformation behandelt das neue Brüder Grimm-Journal aber auch das Verhältnis der Brüder Grimm und ihrer Familie zu Martin Luther und zur reformierten Kirchenorganisation in Hessen. Abgerundet wird der Band durch einen Bericht über die jüngste Ausstellungstätigkeit der Brüder Grimm-Gesellschaft in Rußland sowie durch zahlreiche Besprechungen der aktuellen Brüder Grimm-Literatur. Das reich illustrierte 48 Seiten umfassende Heft kostet wiederum nur 5 Euro und kann direkt über http://shop.grimms.de/ bestellt werden.

Jahresausstellung 2017 auf Schloß Aschach

Ausstellung auf Schloss Aschach

Auch für das Jahr 2017 hat die Brüder Grimm-Gesellschaft eine große Jahresausstellung vorbereitet, die nunmehr vom 23. April bis 10. September 2017 auf Schloß Aschach bei Bad Kissingen gezeigt werden wird. Sie steht unter dem Thema "Märchenwald und Zauberschloß – Leben und Wirken der Brüder Grimm" und präsentiert nach einer kurzen Einführung in die Lebens- und Familiengeschichte der Grimms zahlreiche historische und künstlerische Dokumente zur deutschen und europäischen Märchenüberlieferung und Märchenrezeption. Exemplarisch werden dabei insbesondere die Märchen "Aschenputtel", "Rotkäppchen", "Dornröschen", "Sneewittchen", "Rumpelstilzchen", "Rapunzel", "Der Gestiefelte Kater" und "Von dem Fischer un syner Fru" vorgestellt. Die Ausstellung ist dienstags bis samstags von 15.30 bis 17.00 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 12.30 bis 14.00 Uhr und von 15.30 bis 17.00 Uhr geöffnet. Die Eröffnung in der Museumsscheune findet statt am 22. April 2017 um 17 Uhr. Weitere Informationen findet man unter www.museen-schloss-aschach.de.

Deutsche Sagen in Baunatal

Die Ausstellung zum zweihundertsten Jubiläum der "Deutschen Sagen" der Brüder Grimm wird vom 2. März bis zum 3. April 2017 im Foyer des Rathauses in Baunatal (Marktplatz 14, 34225 Baunatal) ein weiteres Mal gezeigt; dabei werden zahlreiche Neuerwerbungen zum Thema erstmals präsentiert. Die Ausstellung kann montags bis freitags zu den Öffnungszeiten des Rathauses besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Die Eröffnung der Ausstellung findet statt am Donnerstag, 2. März 2017, um 18.00 Uhr. Zur Eröffnung sprechen Manfred Schaub, Bürgermeister der Stadt Baunatal, sowie Dr. Werner Neusel und Dr. Bernhard Lauer für die Brüder Grimm-Gesellschaft.

Die Brüder Grimm an der Wolga

Добро пожаловать еще раз в Россию!

Die russische Wanderausstellung der Brüder Grimm-Gesellschaft ist jetzt an der Wolga angekommen. Bis zum 10. April 2017 wird sie in Samara im dortigen Literaturmuseum (Самарский Литературный Музей) ein weiteres Mal präsentiert. Begleitend zu unserer Ausstellung haben die russischen Kollegen wieder ein ansprechendes Begleitprogramm organisiert; so können über das Leben und Wirken der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm stets neue Brücken zwischen Deutschland und Rußland gebaut werden; das Programm wird weiter fortgesetzt!

Im Siebold-Museum Würzburg

Seit dem 18. Dezember 2016 präsentiert die Brüder Grimm-Gesellschaft die Arbeiten von Megumi Asakura und Ken Nakazato zu den Märchen der Brüder Grimm im Würzburger Siebold-Museum (noch bis zum 5. Februar 2017). Die Ausstellung wurde am 6. Januar 2017 begleitet von einem wissenschaftlichen Vortrag über "Die Brüder Grimm und Japan". Nähere Informationen zur Anreise und zu den Öffnungszeiten findet man auf den Seiten www.siebold-museum.byseum.de/de/home

Frohe Weihnachten!

Brüderchen und Schwesterchen

Das gesamte Team der Brüder Grimm-Gesellschaft wünscht eine frohe und friedliche Weihnachtszeit! Gleichzeitig möchten wir uns bei all jenen bedanken, die uns auch in diesem Jahr mit Rat und Tat zur Seite standen. Wir freuen uns auf das neue Brüder Grimm-Jahr 2017 mit vielen Aktivitäten und laden schon jetzt in unsere neuen Räume am Brüder Grimm-Platz ein.

Landesmuseum in Kassel wiedereröffnet

Nach acht Jahren grundlegender Renovierung und vollkommener Neukonzeption hat das Landesmuseum Kassel am Brüder Grimm-Platz auf vier Etagen seine Pforten wieder eröffnet. Präsentiert werden in moderner Form herausragende Objekte zur gesamten hessischen Kulturgeschichte. Auch die Brüder Grimm, die gegenüber in der nördlichen Torwache wohnten, hätten sich über das neue Angebot in Kassel gefreut.

Das Museum ist geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr; der Eintritt beträgt 6 Euro (ermäßigt 4 Euro; Kinder bis 18 Jahren frei). Weitere Informationen unter: http://www.museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landes....

Neugestaltete Räume am Grimm-Platz eröffnet

Die Brüder Grimm-Gesellschaft hat sich am Kasseler Brüder Grimm-Platz – mit direkter Sicht auf die nördliche Torwache, wo Jacob und Wilhelm von 1814 bis 1822 lebten – mit ihren Sammlungen und ihren Angeboten neu eingerichtet und aufgestellt. Hier ist ein Kompetenz- und Servicezentrum entstanden, das international den Anspruch, eine führende Adresse für fachliche Anfragen zum Thema "Brüder Grimm" zu sein, weiter ausgebaut hat. Mit einem deutlich aufgestockten Serviceleistungsangebot, dem Einbezug sozialer Medien, dem Ausbau der eigenen Sammlung, mit wissenschaftlichen und populären Veröffentlichungen, mit Vorträgen und Tagungen, wird die Gesellschaft mit ihrem engagierten Team das Thema „Grimm“ noch stärker als bisher in die Welt tragen. Das fachspezifische Wissen, die Beratungskompetenz und die internationale Sprachfähigkeit hat zu vielen Kooperationen und zu einem weltweiten Netzwerk geführt. Ob in Japan, Korea oder China oder in Nord- und Südamerika und zuletzt z.B. auch in Russland, Kasachstan und Usbekistan, ist die Brüder Grimm-Gesellschaft bei Vorträgen und Ausstellungen immer auch Botschafter für die Stadt Kassel und das Land Hessen. Die Gesellschaft verfügt über umfangreiche eigene Sammlungsbestände und zahlreiche Leihgaben aus Privatbesitz. Stetig erfolgen weltweite Erwerbungen und Dokumentationen neuer illustrierter Ausgaben der „Kinder und Hausmärchen“ sowie der aktuellen Sekundärliteratur zu Leben und Werk der Brüder Grimm. National und regional bilden Ausstellungen und Präsentationen den Schwerpunkt der Aktivitäten. Zuletzt die Ausstellung „200 Jahre Deutsche Sagen 1816-2016“ im Kreishaus Kassel. Aber auch die neue Brüder Grimm-Ausstellung im Schloss zu Steinau a.d.Str., dem "Jugendparadies" der späteren Märchensammler und Sprachforscher, und zahlreiche Wanderausstellungen in vielen deutschen Städten sowie im Ausland sind gut gesucht und in den Medien vielfach dargestellt worden. Das in Jahrzehnten erarbeitete Fachwissen wird in der ganzen Welt geschätzt und nachgefragt. Die Verstärkung dieser Beratung und die Entwicklung neuer Serviceleistungen wird neben der wissenschaftlichen Arbeit zukünftig der Arbeitsschwerpunkt. Die Arbeits-, Archiv- und Ausstellungsräume der Brüder Grimm-Gesellschaft wurden am 9. November 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt; bei Fragen und Wünschen zu unseren Angeboten und Veranstaltungen wende man sich an info@grimms.de!

Neues Grimm-Journal erschienen!

In diesen Tagen ist das mittlerweile achte Heft des beliebten Brüder Grimm-Journals erschienen. Seit 2006 gibt es das populäre Magazin, das über vielfältigste Themen mit Grimm-Bezug berichtet.
Aus dem Inhalt: 200 Jahre “Deutsche Sagen” der Brüder Grimm • Neue Grimm-Ausstellung in Schloß Steinau • Hoffmann v. Fallersleben – Freundschaft in bewegten Zeiten • Auf heißer Spur… Grimm ermittelt! • Grimms Märchen “Nr. 1″: Der Froschkönig • Märchen aus “1001 Nacht”
Bestellungen sind über "Grimms Lädchen" möglich; auch ältere Hefte sind noch erhältlich.

200 Jahre "Deutsche Sagen" · Ausstellung in Kassel

Zum 200. Jubiläum der „Deutschen Sagen“ der Brüder Grimm hat die Brüder Grimm-Gesellschaft eine umfangreiche Wanderausstellung konzipiert, die am 28. Juli 2016 im Kreishaus Kassel eröffnet wurde.

Die Grimmsche Sagensammlung erschien in zwei Bänden 1816 und 1818 in Berlin und umfaßt insgesamt 585 Texte, deren zeitlicher Rahmen von den frühen germanischen Herrschern über das Mittelalter bis zur Reformation gespannt ist.

In „verschlüsselter“ Form behandeln Sagen Geheimnisse der Natur und des menschlichen Lebens, wobei in vielfacher Gestalt Teufel, Riesen, Zwerge, Drachen Feen und andere Wesen agieren. Oft erscheint die ungebildete Natur selbst als Ort sagenhafter Verklärung, während historische Ereignisse schicksalhaft gedeutet und verarbeitet werden.

Gezeigt werden in der Ausstellung zahlreiche Dokumente und Bilder zur Überlieferungs- und Wirkungsgeschichte der Grimmschen Sagensammlung sowie spezielle dreidimensionale Installationen zu den nachfolgend genannten Erzählungen.

Die wohl bekannteste deutsche Sage ist die Geschichte „Die Kinder zu Hameln“. Ein „wunderlicher Mann“ soll demnach im Jahr 1284 die Stadt Hameln von einer Rattenplage befreit haben. Als die Bürger der Stadt ihm jedoch den Lohn dafür verwehrten, rächte er sich, indem er 130 Hamelner Kinder mit seinem Flötenspiel anlockte, sie in den „Poppenberg“ führte und dann verschwand.

Auch „Rübezahl“, der schlesische Berggeist, ist eine der bekanntesten deutschen Sagen und gehört noch heute zu den beherrschenden mythischen Gestalten im Riesengebirge.

Ebenso wird die Gestalt „Frau Holle“ in Deutschland vielerorts verzeichnet. Erstmals um 1000 schriftlich erwähnt und vielfach aufgegriffen und verarbeitet, schöpften die Brüder Grimm schließlich aus unterschiedlichen schriftlichen Quellen das Material für die vier „Holle-Texte“ in ihren „Deutschen Sagen“. Da sie den Sagenstoff gleichzeitig mit dem gleichnamigen Märchen verknüpften, vermischen sich bis heute Märchen- und Sagenelemente.

Sowohl auf die weltweite Sagenforschung als auch auf die volkstümliche Erzählkultur des 19. und 20. Jahrhunderts haben die „Deutschen Sagen“ der Brüder Grimm entscheidenden Einfluß genommen und verdienen es deshalb, heute wieder entdeckt und gelesen zu werden.

Die Brüder Grimm-Gesellschaft hat deshalb für die Jubiläumsjahre 2016-2018 diese Wanderausstellung vorbereitet, die die Grimmsche Sagensammlung einem größeren Publikum wieder nahebringen soll.

Die Ausstellung ist vom 28. Juli bis zum 16. September 2016 im Foyer des Kreishauses (Wilhelmshöher Allee 19-21, 34117 Kassel) erstmals zu sehen und kann dort montags bis freitags zu den Öffnungszeiten des Kreishauses besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen auch unter https://www.deutsche-maerchenstrasse.com/de/veranstaltungen/sagenhaft/

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